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Ratgeber

Wie viel Strom brauche ich beim Camping?

Kühlbox, Kaffee, Laptop: So rechnest du deinen Tagesbedarf in fünf Minuten aus und weißt danach, ob Bordbatterie, Powerstation oder Landstrom reicht.

CampingCleverStand: 11 Minuten LesezeitEnthält Partnerlinks (*)

Graue Powerstation mit vier Schuko-Steckdosen auf einem Campingtisch im Wald, ein Stecker und zwei USB-C-Kabel stecken, rechts eine Kompressor-Kühlbox, dahinter ein Camper-Van

Beim Strom unterschätzen die meisten genau die Geräte, die Wärme oder Kälte machen. Kühlbox, Kaffeemaschine, Föhn. Das Handy fällt dagegen kaum ins Gewicht. Wer weiß, was die wirklich ziehen, kauft keine zu kleine Powerstation und steht auch nicht morgens mit leerer Bordbatterie da.

Hier rechnen wir das einmal sauber durch. Du brauchst dafür nur die Watt-Angabe auf deinen Geräten und eine grobe Vorstellung, wie lange sie am Tag laufen. Am Ende weißt du, ob dir Bordbatterie, Powerstation oder Landstrom reicht.

Watt und Wattstunden

Watt ist die Leistung, also wie viel ein Gerät in diesem Moment zieht. Wattstunden sind die Energie, die über die Zeit zusammenkommt. Ein Föhn mit 1.200 Watt, der zehn Minuten läuft, braucht 200 Wh. Eine LED-Lampe mit 5 Watt braucht in vier Stunden 20 Wh.

Für die Planung brauchst du beides. Die Wattstunden entscheiden, wie lange dein Akku reicht. Die Watt entscheiden, ob dein Wechselrichter das Gerät überhaupt schafft. Ein Wasserkocher braucht für einen Liter kaum Energie, zieht dafür aber 2.000 Watt auf einmal. Daran scheitern viele kleine Powerstations, auch wenn sie noch fast voll sind.

So rechnest du deinen Tagesbedarf aus

Nimm dir einen Zettel und schreib jedes Gerät auf, das am Strom hängt. Dahinter kommt die Leistung in Watt, die steht auf dem Typenschild oder dem Netzteil. Dann schätzt du, wie lange es am Tag läuft, und rechnest Watt mal Stunden. Alles zusammengezählt ist dein Tagesbedarf.

Zwei Dinge musst du danach noch draufschlagen. Geräte am 230-Volt-Wechselrichter kosten 10 bis 15 Prozent mehr, weil bei der Umwandlung Energie verloren geht. Das hat der ADAC 2025 bei Powerstations nachgemessen. Und ein eingeschalteter Wechselrichter zieht auch dann Strom, wenn nichts dranhängt. Bei manchen Powerstations sind das laut ADAC rund 30 Watt, über einen ganzen Tag also gut 700 Wh. Wechselrichter aus, wenn du keine Steckdose brauchst. Handy und Laptop lädst du besser direkt über USB.

Beim Laptop führt das Netzteil oft in die Irre. Ein 70-Watt-Netzteil heißt nicht, dass eine Ladung 70 Wh kostet. Ein MacBook Air 13 Zoll hat laut Apple einen Akku mit 53,8 Wh, mehr geht beim Laden nicht hinein, plus ein paar Prozent Verlust.

Was typische Camping-Geräte verbrauchen

Die Nutzungsdauer in der Tabelle ist ein Beispiel. Setz deine eigenen Zeiten ein.

Gerät Leistung Beispiel-Nutzung Wh pro Tag
Smartphone Ladegerät 20 bis 45 W eine volle Ladung rund 15
Laptop (MacBook Air 13 Zoll) Netzteil 30 bis 70 W eine volle Ladung rund 60
LED-Lampe 5 W 4 Stunden 20
Wasserpumpe im Wohnmobil rund 20 W eine halbe Stunde rund 10
Heizungsgebläse Truma Combi 4 im Schnitt rund 14 W 10 Stunden Heizen rund 145
Kompressorkühlbox, ca. 35 Liter taktet 24 Stunden 120 bis 280
Thermoelektrische Kühlbox rund 46 W 24 Stunden rund 1.100
Senseo-Padmaschine 1.450 W zwei Brühvorgänge grob 50 bis 80
Wasserkocher 850 bis 3.000 W 1 Liter rund 100
Föhn 1.200 bis 2.400 W 10 Minuten 200 bis 400
Starlink Mini 25 bis 40 W (laut Händlern) 4 Stunden 100 bis 160
E-Bike-Akku (625 Wh) Ladegerät rund 150 W eine Ladung gut 700
Klimaanlage 230 V 900 bis 1.200 W 2 Stunden rund 2.000

Die Kühlbox entscheidet fast alles

Bei der Kühlbox liegen die Welten am weitesten auseinander. Eine Kompressorkühlbox wie die Dometic CFX3 35 braucht laut EU-Energielabel rund 120 Wh am Tag. Das ist allerdings ein Normwert. Dometic selbst gibt für 32 °C draußen und 4 °C drinnen knapp 1 Ah pro Stunde an, das sind rund 280 Wh am Tag. Im Hochsommer solltest du mit dem höheren Wert rechnen.

Eine thermoelektrische Kühlbox, oft Peltier-Box genannt, ist dagegen ein echter Stromfresser. Die Dometic TropiCool TCX 21 zieht laut Hersteller 3,8 Ampere bei 12 Volt, also rund 46 Watt, und zwar fast ununterbrochen. Das sind über 1.000 Wh am Tag und damit mehr, als eine Powerstation der 1-kWh-Klasse überhaupt hergibt.

Der Absorberkühlschrank im Wohnmobil ist ein Sonderfall. Auf 12 Volt zieht er 170 Watt oder mehr, deshalb läuft er so nur während der Fahrt. Im Stand kühlt er mit Gas oder am Landstrom, an der Bordbatterie hat er nichts verloren.

Kaffee, Föhn und Wasserkocher

Bei diesen Geräten ist nicht die Energie das Problem, sondern die Leistung. Einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen kostet physikalisch nur etwa 93 Wh. Ein Föhn kommt in zehn Minuten auf 200 bis 400 Wh. Das schafft fast jede Bordbatterie.

Der Haken ist die Spitze. Eine Senseo zieht laut Philips 1.450 Watt, ein Föhn schnell 2.000. Aus einer 12-Volt-Lithium-Batterie fließen dafür über den Wechselrichter 130 bis 185 Ampere. Der Wechselrichter braucht mindestens so viel Dauerleistung wie das Gerät, besser etwas mehr, und Kabel und Batterie müssen diesen Strom auch dauerhaft vertragen. Wie hoch der erlaubte Dauerstrom deiner Batterie ist, steht in ihrem Datenblatt. Und Kaffeemaschine und Föhn laufen nie gleichzeitig.

Wie viel eine Senseo pro Tasse genau braucht, hat übrigens niemand veröffentlicht. Rechnerisch landest du bei grob 25 bis 40 Wh für einen Durchgang mit zwei Tassen, je nachdem, wie lange sie vorher aufheizt. Wer es genau wissen will, misst einmal nach, dazu unten mehr.

Produktfoto: Severin WK 3462 Mini-Reisewasserkocher (1.100 W)

Für kleine Powerstations und 6-A-Plätze

Severin WK 3462 Mini-Reisewasserkocher (1.100 W)

Kleiner Wasserkocher mit 1.100 Watt für einen halben Liter. Passt an viele Powerstations und an schwach abgesicherte Stromsäulen.

Perfekt für dich, wenn du Tee oder Kaffee mit der Powerstation oder an einer schwachen Säule kochen willst.

Preis ca. 18 € · Küche

Mit 1.100 Watt zieht der kleine Severin gut die Hälfte eines Wasserkochers von zu Hause. Das schaffen deutlich mehr Powerstations, und an einer schwach abgesicherten Säule fliegt seltener die Sicherung. Einen halben Liter hat er in ein paar Minuten heiß.

Leistung
1.100 W
Inhalt
0,5 l
Spannung
115/230 V umschaltbar
Dabei
zwei Becher und zwei Löffel
  • Braucht etwa halb so viel Leistung wie ein Wasserkocher von zu Hause

Gut zu wissen

  • Fasst einen halben Liter, genau richtig für zwei Tassen

Clever-Check

Nutzen im Alltag
Platz und Gewicht
Strombedarf
Preis-Leistung

Brauchst du das wirklich? Ja, lohnt sich. Der einfachste Weg, morgens heißes Wasser zu haben, ohne dass die Sicherung fliegt.

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Daten: Fritz Berger, Stand 22.10.2026

Kleiner weißer Reisewasserkocher auf einem Campingtisch vor einem Van, sein Stecker steckt in einer Powerstation, daneben zwei Emaillebecher
Einen Reisewasserkocher mit 1.100 Watt schaffen auch Powerstations, die beim Wasserkocher von zu Hause abschalten.KI-Bild

Ganz ohne Wechselrichter geht es mit einem 12-Volt-Wasserkocher wie dem PAT Reise-Wasserkocher*. Er zieht nur 150 Watt, braucht für einen halben Liter aber 15 bis 20 Minuten. Energie spart das keine, es schont nur die Bordelektrik.

Wie viel in deiner Batterie steckt

Batterien sind meist in Amperestunden (Ah) angegeben. Umrechnen ist einfach: Ah mal Spannung ergibt Wh. Eine 100-Ah-AGM-Batterie mit 12 Volt hat 1.200 Wh, eine 100-Ah-Lithium-Batterie (LiFePO4) mit 12,8 Volt hat 1.280 Wh.

Nutzen kannst du davon aber nicht alles. Bei AGM raten Händler und Ratgeber, nur etwa die Hälfte zu entnehmen, sonst leidet die Lebensdauer deutlich. In einem Versuch von promobil lieferte eine 120-Ah-AGM 72 Ah, eine 110-Ah-Lithium dagegen die vollen 110 Ah. Bei Lithium kannst du mit 80 bis 100 Prozent rechnen.

100-Ah-Batterie Nennenergie davon gut nutzbar
AGM, 12 V 1.200 Wh rund 600 Wh
Lithium (LiFePO4), 12,8 V 1.280 Wh rund 1.150 Wh

Bei Powerstations ist die Angabe schon in Wh aufgedruckt. Auch hier kommt im Alltag weniger an, der ADAC hat 2025 im Schnitt 10 bis 15 Prozent weniger gemessen.

Drei Rechenbeispiele

Zelt-Wochenende ohne Kühlbox

Zwei Handys, je eine volle Ladung, sind rund 30 Wh. Dazu eine LED-Lampe am Abend mit 20 Wh. Macht rund 50 Wh am Tag und 100 Wh fürs Wochenende. Dafür brauchst du keine Powerstation. Eine große Powerbank mit 20.000 mAh hat rund 72 Wh, davon kommen nach den Wandlerverlusten etwa drei Handyladungen an. Zwei davon oder eine Lampe mit eigenem Akku, und das Wochenende ist versorgt.

Van-Wochenende mit Kühlbox und Laptop

Kompressorkühlbox 120 bis 280 Wh, Laptop rund 60 Wh, zwei Handys 30 Wh, Licht 20 Wh. Das sind 230 bis 390 Wh am Tag, für zwei Tage also 460 bis 780 Wh. Mit den Verlusten der Powerstation landest du bei 540 bis 920 Wh. Genau deshalb ist die 1-kWh-Klasse für die meisten Vans die richtige Größe, mehr dazu in der Powerstation-Kaufberatung.

Wohnmobil mit 2 × 80 Ah Lithium

Zwei Lithium-Batterien mit je 80 Ah haben zusammen 2.048 Wh. Bei 90 Prozent nutzbarer Kapazität bleiben gut 1.800 Wh, und an der 230-Volt-Steckdose hinter dem Wechselrichter kommen rund 1.550 Wh an. Ein Herbsttag zu zweit könnte so aussehen:

Posten So gerechnet Wh aus der Batterie
Senseo, zwei Durchgänge mit je zwei Tassen 2 × rund 30 Wh, plus Wechselrichter rund 70
Reisefön mit 1.200 W 10 Minuten, plus Wechselrichter rund 235
Wechselrichter im Leerlauf eine Stunde eingeschaltet rund 30
Zwei Handys über USB je rund 17 Wh rund 35
Laptop eine Ladung rund 60
Wasserpumpe eine halbe Stunde rund 10
LED-Licht innen, zusammen 15 W 4 Stunden rund 60
Heizungsgebläse Truma Combi 10 Stunden in der Nacht rund 145
Zusammen rund 645

Damit hält die Batterie knapp drei Tage ohne Nachladen. Mit einem Haushaltsföhn mit 2.000 Watt statt des Reiseföns kommen gut 150 Wh dazu, dann sind es gut zwei Tage. Der Kühlschrank läuft in diesem Beispiel im Stand auf Gas.

Was die Stromsäule am Platz hergibt

Am Campingplatz zählt nicht deine Batterie, sondern die Absicherung der Säule. Laut TCS sind Plätze zwischen 4 und 16 Ampere abgesichert. Die Rechnung ist Ampere mal 230 Volt:

Absicherung rechnerisch Was ungefähr geht
4 A rund 920 W ein kleiner Wasserkocher mit 850 W, mehr nicht
6 A rund 1.380 W Reisewasserkocher mit 1.100 W, die Senseo liegt schon knapp drüber
10 A rund 2.300 W ein Wasserkocher mit 2.000 W, aber nicht zusammen mit der Elektroheizung
16 A rund 3.680 W Wasserkocher und ein kleiner Heizlüfter mit 1.500 W

Alles, was gleichzeitig läuft, wird zusammengezählt. Wasserkocher und Heizlüfter mit je 2.000 Watt ziehen zusammen gut 17 Ampere, da fliegt selbst eine 16-A-Sicherung. Dazu kommt oft noch der Kühlschrank und das Ladegerät der Bordbatterie.

Vergiss dabei die Powerstation nicht. Die Jackery Explorer 2000 v2 lädt laut Jackery im Notfall-Modus in 52 Minuten von 0 auf 80 Prozent. Rechnerisch zieht sie dabei rund 2.000 Watt aus der Steckdose, an einer 6-A-Säule ist das zu viel. Auf solchen Plätzen drossle ich die Ladeleistung in der App, dann bleibt die Sicherung drin.

Nachladen mit Solar und Lichtmaschine

Solar liefert im Sommer richtig gut und im Winter fast nichts. Die Werte unten habe ich mit PVGIS abgefragt, dem Solarrechner der EU-Kommission, hier für Frankfurt. Im Norden ist es etwas weniger, im Süden etwas mehr.

Monat Modul flach auf dem Dach Modul schräg zur Sonne (35°)
Juni rund 450 Wh rund 440 Wh
September rund 280 Wh rund 360 Wh
Oktober rund 150 Wh rund 230 Wh
Dezember rund 50 Wh rund 100 Wh

Das gilt pro 100 Watt Modulleistung und Tag, als Monatsmittel. Ein trüber Tag bringt deutlich weniger, und Schatten, warme Module oder ein einfacher Laderegler drücken den Ertrag weiter. Im Herbst und Winter lohnt es sich, ein Faltmodul schräg zur Sonne aufzustellen, der Ertrag verdoppelt sich dann ungefähr.

Während der Fahrt kommen über die 12-Volt-Buchse meist nur rund 100 Watt in eine Powerstation. Eine Stunde Fahrt bringt also rund 100 Wh. Ein fest eingebauter Ladebooster mit 30 Ampere schafft gut das Dreifache.

Selbst nachmessen statt schätzen

Tabellenwerte sind ein guter Anfang. Wie viel deine eigene Kaffeemaschine oder dein Föhn wirklich zieht, siehst du aber erst mit einem Messgerät.

Energiekostenmessgerät in der Steckdose einer Wohnmobilküche, daran eine Padmaschine, die zwei Tassen Kaffee brüht, das Display zeigt 1450 W
Einmal zwischen Steckdose und Kaffeemaschine gesteckt, siehst du die echte Leistung beim Brühen.KI-Bild
Produktfoto: Brennenstuhl Primera-Line PM 231 E Energiekostenmessgerät

Für die 230-V-Geräte

Brennenstuhl Primera-Line PM 231 E Energiekostenmessgerät

Zwischenstecker für die 230-V-Steckdose. Zeigt, wie viel Watt ein Gerät gerade zieht und wie viel es insgesamt verbraucht hat.

Perfekt für dich, wenn du wissen willst, was Kaffeemaschine, Föhn und Ladegeräte wirklich verbrauchen.

Preis ca. 15 bis 21 € · Strom messen

Einfach zwischen Steckdose und Gerät stecken, dann siehst du die aktuellen Watt und den Verbrauch seit dem Einstecken. Mach einmal einen ganz normalen Morgen mit Kaffee und Föhn durch, danach rechnest du mit deinen eigenen Zahlen.

Misst
Spannung, Strom, Leistung, Verbrauch, Kosten
Belastbar
laut Katalog bis 16 A
Datensicherung
3 × Knopfzelle LR44
Schutzart
IP20, nur für trockene Räume
  • Nach einem Abend weißt du, was Kaffeemaschine, Föhn und Ladegeräte wirklich brauchen

Gut zu wissen

  • Für die Steckdose im Mobil oder zu Hause, nicht für draußen an der Stromsäule

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Nutzen im Alltag
Platz und Gewicht
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Brauchst du das wirklich? Kommt drauf an. Für 15 bis 20 Euro misst du deine eigenen Geräte nach, statt mit Tabellenwerten zu rechnen.

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Daten: Brennenstuhl-Katalog 2023/24, Preise Oktober 2026

Produktfoto: Victron SmartShunt Batteriemonitor (500 A)

Für die Bordbatterie

Victron SmartShunt Batteriemonitor (500 A)

Messwiderstand am Minuspol der Bordbatterie. Zeigt in der App, wie voll die Batterie ist und wie viel gerade rein- oder rausfließt.

Perfekt für dich, wenn du immer genau wissen willst, wie voll deine Bordbatterie ist.

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Der SmartShunt misst alles, was in die Bordbatterie hinein- und herausfließt, und zeigt den Ladezustand in der App. So siehst du nach ein, zwei Tagen ziemlich genau, was dein Wohnmobil am Tag braucht.

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per Bluetooth in der VictronConnect-App
Eigenverbrauch
unter 1 mA
Variante
für Ströme bis 500 A
Batteriegröße
1 bis 9.999 Ah
  • Du siehst in Ah und Prozent, was deine Bordbatterie noch hergibt

Gut zu wissen

  • Alles läuft über die App auf dem Handy
  • Wird am Minuspol der Batterie eingebaut. Wer da unsicher ist, lässt das die Werkstatt machen

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Wenn du nach dem Rechnen weißt, wie viel Wh du brauchst, ist die Powerstation schnell gefunden. Der Powerstation-Check fragt deine Geräte und deine Reisedauer ab und schlägt dir eine passende Größe vor.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Strombedarf beim Camping?

Für jedes Gerät nimmst du die Leistung in Watt mal die Stunden, die es am Tag läuft. Das ergibt Wattstunden (Wh). Alle Geräte zusammengezählt sind dein Tagesbedarf. Für Geräte am 230-V-Wechselrichter rechnest du 10 bis 15 Prozent dazu.

Wie viele Wh hat eine 100-Ah-Batterie?

Eine 100-Ah-AGM-Batterie mit 12 V hat 1.200 Wh, eine 100-Ah-Lithium-Batterie (LiFePO4) mit 12,8 V hat 1.280 Wh. Nutzen kannst du bei AGM aber nur etwa die Hälfte, bei Lithium 80 bis 100 Prozent.

Wie viel Strom braucht eine Kühlbox am Tag?

Eine Kompressorkühlbox mit rund 35 Litern braucht 120 bis 280 Wh am Tag, je nach Außentemperatur. Eine thermoelektrische Kühlbox zieht dagegen dauerhaft um die 46 Watt und kommt so auf rund 1.100 Wh am Tag.

Wie viel Watt kann ich auf dem Campingplatz ziehen?

Das hängt von der Absicherung der Stromsäule ab. Rechne Ampere mal 230 Volt: 6 A sind rund 1.380 W, 10 A rund 2.300 W und 16 A rund 3.680 W. Alles, was gleichzeitig läuft, wird zusammengezählt.

Kann ich eine Kaffeemaschine an der Bordbatterie betreiben?

Ja, mit einem Wechselrichter, der die Leistung schafft. Eine Senseo zieht 1.450 Watt, der Wechselrichter sollte also mindestens 1.500, besser 2.000 Watt Dauerleistung haben. Die Energie pro Brühvorgang ist klein, aber aus der 12-V-Batterie fließen dabei weit über 100 Ampere.

So ist dieser Artikel entstanden

Die Verbrauchswerte stammen aus Datenblättern der Hersteller, dem EU-Energielabel und dem Powerstation-Test des ADAC von 2025, abgerufen am 22. Oktober 2026. Die Solarwerte habe ich mit PVGIS, dem Rechner der EU-Kommission, für Hamburg, Frankfurt und München abgefragt. Nutzungsdauern in den Rechenbeispielen sind Beispiele, keine Messwerte. Die Bordtechnik kenne ich aus über 15 Jahren im eigenen Wohnmobil, nachgemessen im Labor habe ich die Geräte nicht.

Geschrieben von CampingClever

Wohnmobil-Camper seit über 15 Jahren, mit Camping groß geworden. Hier steht, was ich Einsteigern wirklich empfehle, und was nicht.

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